Schwarzer oder blauer Zehnagel – Ursachen und Hilfe

Die Schuhe sind richtig geschnürt, die Fußnägel sind optimal gepflegt – und doch treten immer wieder schwarze Fußnägel auf.

Wanderer und Läufer, die sehr lange Strecken unterwegs sind – und dadurch ihre Zehen einem andauernden Stoßen und Scheuern am Innenschuh aussetzen, leiden deutlich häufiger an diesem Problem, als Kurzstreckensportler. Feuchte Füße begünstigen die Entstehung von schwarzen Fußnägeln.

Es gibt Hilfe, aber das kann auch ein paar Euro kosten

Grundsätzlich gilt:  Schwarze Fußnägel treten auf, wenn die Füße beim Wandern oder Laufen immer wieder nach vorne rutschen und immer wieder innen vorne an der Schuhspitze anstoßen. Diese Verletzung tritt gehäufter bei schmalen Füßen auf, die im Schuh nicht ausreichend Halt finden und sich deshalb gerne nach vorne bewegen.  Durch die Scherbewegung zwischen dem Zehnagel-Untergewebe und dem Zehnagel selbst, entsteht eine Blase unter dem Zehnagel, die sich mit Blut füllen kann, sobald die feingliedrigen Blutgefäße an dieser Stelle aufplatzen. Eine Blutblase entsteht – der Nagel kann dadurch weniger atmen – der Abheilungsprozess ist verzögert.

blauer_zehnagel

Um die Rutscherei zu stoppen gibt es drei Möglichkeiten:

1) Einen Lauf- oder Wanderschuh kaufen, der speziell mit einem schmalen Leisten gefertig wurde, um den schmalen Fuß gut aufnehmen und abstützen zu können. Schuhe mit schmalem Leisten zu finden, kann einen Suchprozess in verschiedenen Geschäften erforderlich machen – aber es lohnt sich.

2) Durch eine Einlegesohle aus dem Fachgeschäft den überschüssigen Platz im Schuh etwas reduzieren. Im Handel gibt es Einlegesohlen verschiedenster Bauarten. Einfach die Schuhe mit ins Geschäft bringen und verschiedenartige Einlegesohlen ausprobieren.

3) Besonders dick gepolsterte Socken einsetzen, welche den Platz im Schuh ausfüllen, zwei Paar Socken übereinander ziehen – oder gleich die dickere Variante der doppellagigen Socken hernehmen. Durch diese doppellagige Konstruktion wird ein angenehmer aber wichtiger “Nebeneffekt” erreicht:  Reibung wird zwischen den Sockenlagen aufgefangen und Blasen an der Fußhaut werden dadurch verhindert. Wichtig: Die Socken dürfen die Füße nicht einengen, oder gar die Zehen zusammendrücken.

Nachsorge: Was tun, wenn es passiert ist?

Gut zu wissen – der Schmerz ist am ersten Tag am intensivsten – dann wird es langsam besser, denn ein neuer Zehnagel wächst unter dem beschädigten Zehnagel recht schnell nach und schiebt den beschädigten Zehnagel nach vorne weg.  Bitte auf keinen Fall den beschädigten Zehnagel entfernen – er fällt nach einer kurzen Zeit von wenigen Tagen von selbst ab.

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